USA
05. August 2022 20:00 Uhr
Daniel Harding

© Julian Hargreaves

Der aus Oxford stammende Daniel Harding wurde schon in frühen Jahren von Simon Rattle und Claudio Abbado intensiv gefördert. Seit seinem Debüt als 21-Jähriger im Jahr 1996 ist er regelmäßig am Pult der Berliner Philharmoniker zu erleben. Derzeit wirkt Harding als Chefdirigent des Schwedischen Radiosinfonieorchesters, zuvor hatte er leitende Positionen in London und Paris inne. Nach einer selbstgewählten Auszeit, in der sich Harding intensiv seiner Fortbildung als professioneller Pilot widmete, ist er inzwischen wieder auf allen wichtigen Konzertpodien zu erleben: Einladungen führen ihn in dieser Saison nach Dresden, Mailand, London, Paris und Genf. Darüber hinaus bestreitet er die sommerliche Festivaltour des Mahler Chamber Orchestra, dessen Ehrendirigent der 46-Jährige ist. Die Palette seiner CD-Einspielungen reicht von Mozart bis zu Mahler, Britten und Lutosławski. Als Operndirigent ist Harding mehrfach bei den Salzburger Festspielen zu Gast gewesen; einen weiteren Schwerpunkt bilden seine Opernproduktionen beim Festival von Aix-en-Provence.

Dirigent

Alisa Weilerstein

© Marco Borggreve

In diesem Frühjahr wird sie 40 Jahre jung – und dabei kann die amerikanische Cellistin Alisa Weilerstein bereits auf eine 35-jährige Karriere zurückblicken. Denn mit nur vier Jahren erfüllten ihr die Eltern den Wunsch nach einem Cello, und sechs Monate später trat sie erstmals öffentlich auf. Mit 13 Jahren gab Weilerstein mit Tschaikowskys Rokoko-Variationen ihr Debüt mit dem Cleveland Orchestra. Seitdem hat sich die Musikerin schnell einen Platz unter den besten Cellisten der jüngeren Generation erobert. Neben den großen Konzerten von Dvořák, Elgar und Schostakowitsch hat sie auch ein Solo-Recital mit Sonaten des 20. Jahrhunderts von Kodály, Cassadó und Bright Sheng eingespielt. Mit den sechs Solosonaten von Johann Sebastian Bach ist die Cellistin zuletzt in den USA und in Asien wie auch in London, Barcelona und der Hamburger Elbphilharmonie aufgetreten. Mit Daniel Barenboim nahm sie die Cellokonzerte von Edward Elgar und Elliott Carter auf. In ihrem Einsatz für zeitgenössische Musik spielt Weilerstein nicht nur regelmäßig Werke von Osvaldo Golijov, Lera Auerbach und Joseph Hallman, sondern bestritt 2014 auch die New Yorker Premiere von Matthias Pintschers Cellokonzert Reflections on Narcissus.

www.alisaweilerstein.com

Violoncello

EDWARD ELGAR

Konzert für Violoncello e-Moll op. 85 (1919)

GUSTAV MAHLER

Symphonie Nr. 5 cis-Moll (1901-1903)

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Deutschland
06. August 2022 20:00 Uhr
Marc Albrecht

© Marco Borggreve

„Marc Albrecht lässt die Musik strömen, fließen, tanzclubreif swingen, verführerisch funkeln und wagnerisch im XXL-Format schwelgen: Zwölftonmusik als sinnliches Klangerlebnis.“ So urteilte ein Kritiker über Albrechts Leitung von Alban Bergs Lulu. Der 1964 in Hannover als Sohn des Dirigenten George Alexander Albrecht geborene Musiker startete seine Karriere als Korrepetitor in Wien und Berlin, baute an der Seite von Claudio Abbado das Gustav Mahler Jugendorchester auf und wurde mit nur 30 Jahren Generalmusikdirektor in Darmstadt. 2009-20 wirkte er als Chef der Nationaloper in Amsterdam. Neben dem Kernrepertoire machte sich Albrecht mit Opern so unterschiedlicher Komponisten wie Berlioz und Messiaen, Strawinsky, Zemlinsky, Trojahn und Henze einen Namen. An der Deutschen Oper Berlin leitete er 2019 die gefeierte Wiederentdeckung der Korngold-Oper Das Wunder der Heliane; 2021 wurde er als „Dirigent des Jahres“ mit dem Opus Klassik ausgezeichnet. Im sinfonischen Bereich nahm Albrecht mit dem Netherlands Philharmonic Orchestra Kompositionen von Schumann über Dvořák bis zu Korngold, Ravel, Dukas, Koechlin, Mahler und Berg auf.

www.marcalbrecht.website

Dirigent

Antje Weithaas

© Giorgia Bertazzi

Die Geigerin Antje Weithaas zählt seit mehr als 20 Jahren zu den interessantesten musikalischen Persönlichkeiten Deutschlands. Geboren im brandenburgischen Guben, studierte sie an der Hochschule Hanns Eisler Berlin, wo sie inzwischen seit 2004 als hochgeschätzte Professorin aktiv ist. Darüber hinaus verfolgt Antje Weithaas eine intensive Tätigkeit als Solistin und Kammermusikerin. Neben den Klassikern von Mozart, Beethoven und Mendelssohn zählen auch Solokonzerte von Karl Amadeus Hartmann, Othmar Schoeck, György Ligeti und Jörg Widmann zu ihrem Repertoire. In ihrer Diskographie besonders erwähnenswert ist die Gesamtaufnahme aller Violinwerke von Max Bruch, außerdem die Aufnahme aller Solosonaten von Johann Sebastian Bach und Eugène Ysaÿe.  Einen Schwerpunkt ihrer kammermusikalischen Arbeit bildet für Antje Weithaas das Arcanto Quartett mit Daniel Sepec, Tabea Zimmermann und Jean-Guihen Queyras, mit dem sie Kompositionen von Bartók, Brahms, Ravel, Dutilleux und Debussy aufgenommen hat. Regelmäßig leitet die Geigerin auch Werke vom Pult der Konzertmeisterin aus, so bei Symphonien Beethovens.

www.antje-weithaas.de

Violine

Maximilian Hornung

© Marco Borggreve

Der gebürtige Augsburger Maximilian Hornung hat sich in den letzten Jahren zu einem der führenden Cellisten der jungen Generation entwickelt. Inzwischen ist der 36-Jährige regelmäßiger Gast bei den Festivals in Salzburg, Verbier, Schleswig-Holstein, Ravinia und Lockenhaus. Zu den Dirigenten, mit denen er musiziert hat, zählen Bernard Haitink, Mariss Jansons und Esa-Pekka Salonen ebenso wie Daniel Harding, Robin Ticciati und Jonathan Nott. In seiner vielseitigen Diskografie ragen die Cello-Werke von Richard Strauss (mit dem Orchester des Bayrischen Rundfunks) und die Konzerte von Joseph Haydn (mit der Kammerakademie Potsdam unter Antonello Manacorda) heraus. Mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin spielte Hornung das zweite Konzert von Schostakowitsch und das erste Konzert von Sulkan Tsintsadze ein. Zu seinem Repertoire zählen auch Raritäten wie die Solokonzerte von Arthur Honegger, Victor Herbert und Mieczysław Weinberg. Besondere Förderung erhielt der Cellist durch Anne-Sophie Mutter, mit der er weiterhin, gemeinsam mit dem Pianisten Lambert Orkis, als Klaviertrio auftritt.

www.maximilianhornung.com

Violoncello

JOHANNES BRAHMS

Doppelkonzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op. 102 (1878-1879)

GUSTAV MAHLER

Symphonie Nr. 1 D-Dur (1885-1888)

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International
07. August 2022 20:00 Uhr
Kevin Haigen

© Kiran West

„Unser Ziel mit dem Bundesjugendballett ist es, die Tänzer zu Instrumenten für lebendige Choreografen zu machen. Physisch und emotional in den Schaffensprozess eines Choreografen involviert zu sein, auch mitschöpferisch tätig zu sein, das war mir selbst als Tänzer wichtig und das, glaube ich, ist das Besondere an unserem Tänzerberuf.“  Kevin Haigen, Künstlerischer und Pädagogischer Leiter

Kevin Haigen, geboren in Miami, absolvierte seine Ausbildung an der Schule des American Ballet. Nach Engagements beim American Ballet Theatre und dem Stuttgarter Ballett kam er 1976 zum Hamburg Ballett, um mit John Neumeier zu arbeiten. Ab 1984 tanzte er beim Nederlands Dans Theater, 1985 ging er als Erster Solist, Ballettmeister, Lehrer und Choreograf zu den Ballets de Monte Carlo, 1986 zum London Festival Ballet, 1988 zum Béjart Ballet Lausanne und kehrte 1991 zurück nach Hamburg. Als Erster Ballettmeister des Hamburg Ballett und Ballettpädagoge der angegliederten Schule unterrichtet er international und betreut weltweit Einstudierungen von John Neumeiers Balletten. Seit 2011 ist er zusätzlich Künstlerischer und Pädagogischer Leiter des Bundesjugendballett. Am meisten inspiriert ihn jedoch die derzeitige Entwicklung seiner Arbeit: Kreative Denker und Macher zu unterrichten und zu vermitteln, dass die Kunst des Balletts eine Reise ist, die niemals endet. 2019 wurde Kevin Haigen in der Kategorie Herausragende Inszenierung mit dem Theaterpreis Hamburg – Rolf Mares ausgezeichnet.

Künstlerische Direktion

John Neumeier

© Kiran West

„Mit einem eigenen Repertoire, das Gefühl, Bewusstsein und Ideen der jungen Generation kreativ spiegelt, scheint mir das Bundesjugendballett ideal für die Vermittlung zwischen Jugendkultur, Hochkultur und Bevölkerung. Und es hat einen wichtigen sozialen Aspekt, der eine positive Wirkung nach außen bringen wird.“  John Neumeier, Intendant

Seit 1973 ist John Neumeier Direktor und Chefchoreograph des Hamburg Ballett, seit 1996 zudem Ballettintendant und seit 2005 einer der Geschäftsführer der Hamburgischen Staatsoper. Den ersten Ballettunterricht erhielt er in seiner Heimatstadt Milwaukee/Wisconsin (USA), in Kopenhagen (Dänemark) und an der Royal Ballet School in London (Großbritannien). 1963 wurde er als Tänzer am Stuttgarter Ballett engagiert, 1969 ging er als Ballettdirektor nach Frankfurt. John Neumeier erhielt viele Auszeichnungen und seine Choreographien befinden sich im Repertoire zahlreicher renommierter Ballettcompagnien weltweit – sein Œuvre umfasst über 150 Ballette verschiedener Gattungen. 1978 gründete John Neumeier die Ballettschule des Hamburg Ballett. 2006 errichtete er die Stiftung John Neumeier und gründete 2011 das Bundesjugendballett, dem er als Intendant vorsteht.

Intendant

Erleben Sie die intensive künstlerische Auseinandersetzung des Intendanten John Neumeiers zur Musik von Johann Sebastian Bach. Die Musik wird live interpretiert, einzelnen Auszüge unterschiedlicher Ballette werden unter der künstlerischen Direktion von Kevin Haigen als modernes Mosaik inszeniert. Der zweite Teil des Abends setzt sich aus einem vielfältigen Programm von Repertoire-Stücken und neuen Kreationen zusammen.

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Europäische Union
08. August 2022 20:00 Uhr
Gustavo Gimeno

© Marco Borggreve

Der aus dem spanischen Valencia stammende Dirigent Gustavo Gimeno studierte als Jugendlicher zunächst Schlagzeug und Klavier und war als Schlagzeuger auch Mitglied des EUYO. 2001 wurde er als Erster Schlagzeuger  Mitglied des Königlichen Concertgebouw Orchesters in Amsterdam. Erst 2012 startete Gimeno seine professionelle dirigentische Laufbahn; starke Förderung bekam er als Assistent von Mariss Jansons und Claudio Abbado. Seit 2015 wirkt der heute 46-Jährige als Chefdirigent beim Orchestre Philharmonique du Luxembourg (OPL); 2020 kam die Chefposition beim Toronto Symphony Orchestra hinzu. Mit dem OPL hat er mehrere Tourneen durch Europa und Südamerika unternommen, an denen prominente Solisten wie Yuja Wang, Leonidas Kavakos, Frank-Peter Zimmermann und Bryn Terfel mitwirkten. Als Gastdirigent wurde Gimeno bereits zu den wichtigsten Orchestern in Europa und den USA eingeladen; im Herbst 2021 debütierte er bei den Berliner Philharmonikern. Außerdem hat er mit dem OPL mehrere Einspielungen vorgelegt, die von Rossinis Petite Messe solennelle bis zu Symphonien von Franck, Mahler und Schostakowitsch reichen.

www.gustavogimeno.com

Dirigent

Renaud Capuçon

© Simon Fowler

Der französische Geiger Renaud Capuçon zählt zur Elite seiner Zunft, der auf allen wichtigen Konzertpodien in Europa, Amerika und Asien auftritt. Bei den Berliner Philharmonikern unter Bernard Haitink spielte er ebenso wie beim Deutschen Symphonieorchester unter Robin Ticciati und der Staatskapelle Berlin unter Antonio Pappano. Einer seiner wichtigsten Mentoren war Claudio Abbado, der den Geiger 1998 zum Konzertmeister seines Gustav Mahler Jugendorchesters machte. Zu den Kammermusikpartnern des 46-Jährigen zählen – neben seinem Bruder, dem Cellisten Gautier Capuçon – die Pianistinnen Martha Argerich und Katia Buniatishvili sowie die Cellisten Yo-Yo Ma und Mischa Maisky. Zugleich wirkt Capuçon als Künstlerischer Leiter des Osterfestivals in Aix-en-Provence und der „Sommets musicaux“ in Gstaad sowie des Kammerorchesters Lausanne. Als Botschafter Frankreichs trat er bei der großen Feier zum 100. Jahrestag des Waffenstillstands von 1918 in Paris ebenso auf wie beim G7-Gipfel in Biarritz (2019). Zu seinen jüngsten CD-Produktionen zählen Violinkonzerte von Rihm, Dusapin und Mantovani sowie die Sonaten von Johann Sebastian Bach. Er spielt die Guarneri del Gesù „Panette“ (1737), die früher Isaac Stern gehörte.

www.renaudcapucon.com

Violine

IGOR STRAWINSKI

Scherzo fantastique op. 3 („Der Bienenflug“) (1907-1908)

ERNEST CHAUSSON

Poème Es-Dur op. 25 (1896)

CAMILLE SAINT-SAËNS

Havanaise op. 83 (1887)

RICHARD STRAUSS

Suite aus „Der Rosenkavalier” op. 59 (1911/1944)

MAURICE RAVEL

„La Valse” (1919-1920)

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Portugal
09. August 2022 20:00 Uhr
Pedro Carneiro

© Kai Bienert

Der portugiesische Dirigent Pedro Carneiro, geboren 1975 in der Hauptstadt Lissabon, verfolgt eine zweigleisige Musikerlaufbahn. Zum einen ist er ein international gefeierter Perkussionist, der in allen großen Konzertsälen zwischen den USA, Japan und Australien auftritt. Mehr als 100 Uraufführungen zeigen seinen besonderen Rang als Künstler der musikalischen Avantgarde ebenso wie die regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Arditti Quartet, dem Tokyo String Quartet oder dem Chilingirian Quartet. Ein besonderes Faible besitzt der Perkussionist für die musikalische Improvisation, oft in Verbindung mit Live-Elektronik oder anderen innovativen Technologien. Zum anderen verfolgt Carneiro seit einigen Jahren eine Karriere als Dirigent. Auf seine Initiative hin entstand 2007 das Portugiesische Kammerorchester (Orquestra de Câmara Portuguesa); 2010 gründete er das Jovem Orquestra Portuguesa. Nicht zuletzt betätigt sich der Portugiese als Komponist von Orchester- und Kammermusik sowie Film- und Theatermusik, entwickelt Schlagzeugzubehör und hat etliche preisgekrönte Aufnahmen vorgelegt.

Dirigent

Kinderorchester des Orquestra dos Navegadores-Oeiras

© Bruno Vicente

Das Orquestra dos Navegadores – Oeiras wurde 2019 vom Orquestra de Câmara Portuguesa (OCP) gegründet und wird von der Gemeinde von Oeiras getragen. Das Orchester besteht aus sozioökonomisch benachteiligten Kindern im Alter von 6 bis 14 Jahren. Die Kinder treffen sich zweimal in der Woche in ihren Schulen und im Hauptquartier des Orchesters in Algés (Oeiras). Gemeinsam lernen sie, mit professionellen Künstler_innen und Musiker_innen Beziehungen aufzubauen, wobei sie ihre musikalischen Fähigkeiten in einer inklusiven, multi-disziplinären Umgebung entwickeln. Improvisation, erweiterte Spieltechniken, Gesang, Körpergefühl, Bewegung, Lyrik, Theaterspiel und Instrumentenbau aus nachhaltigen Materialien gehören zu den Fähigkeiten, die diese jungen Musiker_innen entwickeln. Das Orchester ist bereits an etlichen Spielorten der Region aufgetreten, und die kleine Gruppe von Kindern, die das Ensemble repräsentieren, können es kaum erwarten, zum ersten Mal in ihrem Leben ins Ausland zu reisen, um bei Young Euro Classic ihr Publikum kennenzulernen!

ocp.org.pt

Mitglieder

Marta Domingues

© Yuna Le Quéré

Die erst 22-jährige Komponistin Marta Domingues studiert derzeitig das Fach Komposition im Masters-Studiengang an der Hochschule für Musik in Lissabon bei Jaime Reis und Annette Vande Gome. Bereits mit 17 Jahren wurde sie in Lissabon mit dem Preis für junge Kreative in der Sparte Musik ausgezeichnet. Marta Domingues ist Mitglied des Produktionsteams beim Festival DME (Dias de Música Electroacústica) und Künstlerische Direktorin von SYN-ARS, einem multidisziplinären portugiesischen Projekt. 2019 entstand ihre Komposition Yliatim für Saxofon und Elektronik, die mit der Nichtsichtbarkeit der Klangerzeugung (Akusmatik) spielt; es wurde beim Festival „Sonorities“ in Belfast uraufgeführt. 2020 schrieb Marta Domingues Aspen Tree für Akkordeon und Elektronik.

Komponistin

JOSEPH HAYDN

„Die Vorstellung des Chaos" aus „Die Schöpfung" Hob. XXI:2 (1796-98)

MARTA DOMINGUES

Neues Werk (Uraufführung) 🏆

ANTON BRUCKNER

Symphonie Nr. 9 d-Moll WAB 109 (1887-96)

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Ukraine
10. August 2022 20:00 Uhr
Oksana Lyniv

© Oleh Pavliuchenkov

Die ukrainische Dirigentin Oksana Lyniv, Tochter zweier Musikerehepaares, erhielt ihre musikalische Ausbildung an der Musikakademie ihrer Heimatstadt Lviv (Lemberg). 2013 trat sie eine Stelle als Assistentin des Generalmusikdirektors Kirill Petrenko an der Bayerischen Staatsoper an. 2017 wurde Oksana Lyniv Chefdirigentin der Grazer Oper; 2022 wechselte sie als Generalmusikdirektorin an das Teatro Comunale di Bologna. Im vergangenen Jahr feierte sie mit Wagners Fliegender Holländer ihr erfolgreiches Debüt als erste Dirigentin in der Geschichte der Bayreuther Festspiele. Im März 2022 leitete sie eine Neuproduktion von Puccinis Turandot an der Oper Rom. Parallel zur internationalen Karriere engagiert Oksana Lyniv sich leidenschaftlich für die Entwicklung der klassischen Musik in der Ukraine und gilt als Kulturbotschafterin der Ukraine in der Welt. So gründete sie 2017 in Lviv das internationale Festival LvivMozArt, das auf das Wirken des Mozart-Sohnes Franz Xaver in Lviv Bezug nimmt. 2016 initiierte sie die Gründung des Jugendsymphonieorchesters der Ukraine, das sie seitdem erfolgreich als Künstlerische Leiterin begleitet.

www.oksanalyniv.com/de

Dirigentin

Oksana Nikitiuk

Die Ukrainerin Oksana Nikitiuk hat sich in den letzten Jahren in ihrem Land einen hervorragenden Namen als Sängerin, Dirigentin und Chorleiterin gemacht. Dabei erarbeitete sie sich ein abwechslungsreiches Repertoire, das nicht zuletzt eine Vielzahl ukrainischer Komponisten wie Oleh Kyva, Zoltan Almashi, Valentin Silvestrov, Bohdan Kryvopust und Yevhen Stankovych umfasst. Von 2002 bis 2018 war Oksana Nikitiuk Solistin des Nationalchors der Ukraine Dumka; seit 2018 ist sie besonders dem Kammerorchester Kiew Kamerata verbunden. Außerdem arbeitete sie mit dem Nationalen Symphonieorchester der Ukraine, dem Philharmonischen Orchester Odessa, aber auch dem Temporis Orchester in Vilnius (Litauen) und dem Symphonieorchester der Stadt Bonn zusammen. 2015 wurde die Musikerin im Fach Musikwissenschaft am Institut für Kunstgeschichte, Folklore und Ethnologie promoviert. Seit 2020 ist sie an der Tschaikowski-Musikakademie im Fach Opern- und Konzertdirigieren eingeschrieben.

Mezzosopran

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Ouvertüre zu „Egmont“ op. 84 (1810)

BORYS LJATOSCHYNSKYJ

„Grazyna“ Symphonische Dichtung op. 58 (1955)

OLEH KYVA

Kammerkantate Nr. 3 auf Texte von Pavlo Tychina (1982)

ANTONÍN DVOŘÁK

Symphonie Nr. 9 e-Moll op. 95 „Aus der neuen Welt“ (1893)

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International / Großbritannien
11. August 2022 20:00 Uhr
Glass Marcano

© privat

Die Dirigentin Glass Marcano stammt aus Venezuela, wo sie im Rahmen des nationalen Musikprogramms El Sistema auch ihre ersten Schritte als Geigerin tat. 2006 wurde sie in das Yaracuy Symphonieorchester und das Yaracuyana Jugendsymphonieorchester übernommen, wo sie bis 2012 blieb. Nach einem zwischenzeitlichen Jurastudium begann Glass Marcano 2015 ihre Ausbildung als Dirigentin an der Nationalen Akademie der Künste in Caracas. Außerdem nahm sie an zahlreichen Dirigierkursen teil, so bei  François-Xavier Roth, Giancarlos Guerrero, Claire Gibault und Maxime Pascal. 2019 erreichte sie bei der ersten Ausgabe des Dirigentinnen-Wettbewerbs La Maestra das Halbfinale. Derzeit setzt Marcano ihr Studium in Paris fort; in letzter Zeit dirigierte sie unter anderen das Gulbenkian Orchester Lissabon, das Symphonieorchester Bogotá und das Mozart-Orchester Paris.

Dirigentin

Gerard Aimontche

© Emil Matveev

Der russische Pianist afrikanischer Herkunft erhielt in Moskau seine exzellente Ausbildung, die von der berühmten Gnessin-Schule bis zum Tschaikowski-Konservatorium alle wichtigen Etappen durchlief. Inzwischen ist Gerard Aimontche nicht nur in vielen Städten Russlands aufgetreten; er wurde auch zum Mozarteum Salzburg, dem Jazz Festival Montreux und in die Carnegie Hall eingeladen. Außerdem gewann er den Internationalen Grieg-Wettbewerb sowie die internationalen Wettbewerbe Maria Yudina und Nikolai Rubinstein für junge Pianist_innen. 2016 gab er sein Orchesterdebüt mit Rachmaninows 3. Klavierkonzert beim Festival Color of Music in Charleston, South Carolina. Dasselbe Konzert nahm Aimontche auch 2017 mit dem Chineke! Orchestra in der Royal Festival Hall in London auf. „Die wohlbekannten Schwierigkeiten scheinen für die bewegliche und klangvolle Interpretation des jungen russischen Virtuosen kein Problem darzustellen“, urteilte das BBC Magazine. 2018 unternahm der Pianist auf Einladung von Steinway & Sons eine ausgedehnte Chinatournee.

Piano

SAMUEL COLERIDGE-TAYLOR

„Othello Suite“ op. 79 (1909)

STEWART GOODYEAR

„Callaloo – Caribbean Suite“ (2016)

PJOTR I. TSCHAIKOWSKI

Symphonie Nr. 4 f-Moll op. 36 (1877)

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Italien
12. August 2022 20:00 Uhr
Daniele Giorgi

© privat

Der Italiener Daniele Giorgi, geboren 1970 in Florenz, verfolgt seit vielen Jahren eine dreigleisige Karriere als Geiger, Komponist und Dirigent. Ausgebildet in seiner Heimatstadt am Konservatorium „Luigi Cherubini“, wurde der Geiger mit 28 Jahren Mitglied des Orchestra della Toscana. Ab 2002 widmete er sich verstärkt dem Dirigierunterricht bei Pietro Bellugi und Isaac Karabtschewsky; 2004 war Giorgi beim Dirigierwettbewerb Antonio Pedrotti in Trento erfolgreich. In der Folge hat er eine Vielzahl italienischer Ensembles in Rom, Turin, Padua und Cagliari geleitet; seit 2006 ist er außerdem regelmäßig bei dem von Hans Werner Henze 1989 gegründeten Cantiere d’Arte in Montepulciano zu Gast gewesen. 2014 gründete Giorgi in Pistoia sein eigenes Kammerorchester Leonore, das mit Solisten wie Isabelle Faust, Gabriela Montero, Alban Gerhardt und Olli Mustonen musiziert hat. Außerdem hat der Dirigent das Projekt Floema ins Leben gerufen, das sich zur Aufgabe macht, die Beziehungen zwischen musikalischen Institutionen und Auftrittsorten neu auszuloten.

Dirigent

Massimiliano Matesic

© Walter Huber

Der aus Florenz stammende Komponist Massimiliano Matesic studierte in seiner Heimatstadt Komposition bei Salvatore Sciarrino und Gaetano Giani Luporini, bevor er 1996 zu Peter Gülke nach Freiburg im Breisgau wechselte. An der dortigen Hochschule für Musik unterrichtet er seit jener Zeit das Fach Orchesterleitung. Ein besonderer Schwerpunkt von Matesic’ Tätigkeit als Dirigent, Komponist und Arrangeur bildete die Zusammenarbeit mit dem legendären Rockmusiker John Lord (dessen Konzert für Rockband und Orchester er in der Schweiz 2009 erstaufführte) sowie mit dem sizilianischen Liedermacher Pippo Pollina. Zu seinen Orchesterwerken zählen Drei sinfonische Bilder (2004), die Serenata für Streichorchester, ein Violoncellokonzert sowie das Violinkonzert „The Anatomy of Melancholy“. Neben Kammermusik komponierte Matesic auch eine Vielzahl von Liedern auf Texte von Petrarca, Shakespeare, Rilke und Hofmannsthal; Schuberts Winterreise instrumentierte er für Orchester. Gemeinsam mit seiner Frau, der Geigerin Daria Zappa, leitet er seit 2008 im Aargau das Musikfestival „Festival der Stille“.

www.massimilianomatesic.com

Komponist

MASSIMILIANO MATESIC

„Klezmer Rhapsodie“ (2004, Deutsche Erstaufführung) 🏆

REINHOLD GLIÈRE

Konzertwalzer Des-Dur op. 90 (1950)

IGOR STRAWINSKI

„Der Feuervogel“ Suite für Orchester (Fassung 1919)

DETLEV GLANERT

Prelude Nr. 1 aus „Three American Preludes“ (2014)

SERGEI RACHMANINOW

Symphonische Tänze op. 45 (1940)

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Schweden
13. August 2022 20:00 Uhr
Hugo Ticciati

© Kaupo Kikkas

Das musikalische Wirken des britisch-schwedischen Geigers Hugo Ticciati ist von grenzenloser Neugier geprägt. Der 42-Jährige, Bruder des DSO-Chefdirigenten Robin Ticciati, schließt Literatur, Philosophie, Spiritualität und Meditation gleichermaßen ein wie Tanz und kinetisches Malen. Er spielt die klassischen Violinkonzerte, aber er stürzt sich auch mit großer Vehemenz in die zeitgenössische Musik. Ticciati hat Werke von Takemitsu, Schtschedrin, Glass und Lera Auerbach in seinem Repertoire, außerdem brachte er in letzter Zeit Konzerte von Albert Schnelzer, Sergej Jewtuschenko, Erkki-Sven Tüür und Judith Weir zur Uraufführung. Er macht leidenschaftlich gern Kammermusik, so mit der Schlagzeugerin Evelyn Glennie, den Pianisten Angela Hewitt und Olli Mustonen oder dem Posaunisten Nils Landgren. Darüber hinaus ist Hugo Ticciati Künstlerischer Leiter des O/Modernt Kammarorkester und des O/Modernt Festivals in Stockholm. In letzter Zeit wendet er sich zunehmend dem Dirigieren zu und erhielt Einladungen vom Stuttgarter Kammerorchester wie auch vom Swedish und Australian Chamber Orchestra.

www.hugoticciati.com

Violine, Musikalische Leitung

Christoffer Sundqvist

© Memento

Der 44-jährige Finne Christoffer Sundqvist ist seit 2005 Solo-Klarinettist des Finnischen Radio-Symphonieorchesters. Zugleich verfolgt er eine weite Palette von weiteren Aktivitäten: Als Solist trat er nicht nur mit fast allen finnischen Orchestern auf, sondern wurde auch zum BBC Symphony, den Göteborger Symphonikern, dem Sinfonieorchester Basel und der NDR Philharmonie Hannover eingeladen. Er brachte u.a. die Klarinettenkonzerte von Erkki-Sven Tüür, Aulis Sallinen, Jukka Linkola, Lars Karlsson und Sebastian Fagerlund zur Uraufführung. Als Kammermusiker ist Sundqvist im Arktinen Hysteria Bläserquintett und dem Plus Ensemble aktiv; außerdem tritt er regelmäßig mit Hugo Ticciatis Ensemble O/Modernt auf. Daneben leitet er mit Sebastian Fagerlund zusammen das RUSK Kammermusikfestival in Jakobstad am Bottnischen Meerbusen. Neben dem Klarinettenkonzert hat er auch dessen Trio (2010) und Sonata (2011) uraufgeführt. Sundqvist lehrt Klarinette an der Sibelius-Akademie in Helsinki und gibt regelmäßig Meisterkurse.

www.christoffersundqvist.fi

Klarinette

Miklós Lukács

© Attila Kleb

Der Ungar Miklós Lukács zählt zu den besten und vielseitigsten Cimbalom-Spielern weltweit. Zeitgenössische Musik, Jazz und Volksmusik aus verschiedensten Kulturen verbinden sich bei ihm zu einer perfekten Symbiose. Eine Vielzahl von neuen Werken wurde für ihn komponiert, so das Cimbalomkonzert Sounds of Generations Y-Part II von Máté Bella, weitere Konzerte von Kornél Fekete-Kovács, Béla Szakcsi Lakatos, Kálmán Oláh und György Vukán sowie die Komposition Da Capo von Peter Eötvös. Lukács trat mit zahlreichen Jazz-Größen wie Charles Lloyd, Archie Shepp, Steve Coleman, Bill Frisell, Chris Potter und Uri Caine auf. Außerdem spielte er mehr als 50 Alben ein, ein Drittel davon als Bandleader. Der Musiker wurde als Solist zu namhaften Ensembles wie dem BBC Symphony Orchestra, Orchestre de la Suisse Romande, Symphonieorchester der RAI Turin, Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Remix Ensemble, Israel Contemporary Players, Ensemble Musikfabrik und Ligeti Ensemble eingeladen. Eigene Kompositionen von Lukács erschienen 2014 auf dem Album des Lukács Miklós Trios mit dem Titel „Cimbiózis”.

www.mikloslukacs.com

Cimbalom

JOHANNES BRAHMS

Ungarischer Tanz Nr. 1 g-Moll ** (1874)

BÉLA BARTÓK

„44 Duos für zwei Violinen (Auswahl)“

ROMA TRADITIONAL

„Zöld az erdő” („Grün ist der Wald“), arr. Miklós Lukács

BÉLA BARTÓK

Divertimento Sz. 113 BB 118 (1939)

JOHANNES BRAHMS

Klarinettenquintett h-Moll op. 115 Adagio* (1891)

JOHANNES BRAHMS

Ungarischer Tanz Nr. 4 fis-Moll ** (1874)

ROMA TRADITIONAL

„Hajnali dal” („Lied des Tagesanbruchs”), arr. Miklós Lukács

BÉLA BARTÓK

Rumänische Volkstänze Sz. 56, BB 68, arr. Djuro Zivkovic**

BALKAN TRADITIONAL

Cik Cik**

JOHANNES BRAHMS

Ungarischer Tanz Nr. 5 g-Moll** (1874)

VITTORIO MONTI

Csárdás** (1904)

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International
14. August 2022 20:00 Uhr
Desar Sulejmani

© Mimoza Veliu

Der in Albanien geborene Desar Sulejmani begann als Sechsjähriger mit dem Klavierspiel und trat bald auch in Konzerten auf.  Ab 1998 setzte er seine Ausbildung an der Folkwang-Hochschule Essen fort, wo er bei Till Engel (Klavier), Andreas Reiner und Rainer Kussmaul (Kammermusik) sowie David de Villiers (Dirigieren) studierte. Als Klavierpartner von Andreas Reiner hat Sulejmani kürzlich sämtliche Violinsonaten von Felix Mendelssohn auf CD eingespielt. Den Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit nimmt seit 2003 das Dirigieren ein: Dabei verbinden sich feste Positionen, die er bei Orchestern in Essen, Köln und Düsseldorf betreute, mit einer Vielzahl von Einladungen, die Sulejmani nach Albanien und dem Kosovo, nach Tschechien, Österreich und Usbekistan führten. 2008 dirigierte Sulejmani in seiner Heimatstadt Shkodra die erste albanische Oper Mrika von Preng Jakova. 2016 leitete er eine internationale Produktion von Mozarts Zauberflöte im südafrikanischen Johannesburg. Seit 2014 arbeitet er als Künstlerischer Leiter der European Summer Music Academy in Kosovo; 2019 gründete er das Western Balkans Youth Orchestra.

Dirigent und Klavier

Gerti Druga

Der 1986 geborene albanische Komponist Gerti Druga studierte Komposition bei Thoma Gaqi an der Albanischen Universität der Künste in Tirana. 2010 gewann er den Nationalen Wettbewerb mit einem Werk, das Mutter Teresa gewidmet war. 2012 erhielt Druga den 1. Preis im Nationalen Wettbewerb zum 100-jährigen Jubiläum der albanischen Unabhängigkeit. 2013 komponierte er als Auftragswerk zum 125-jährigen Bestehen der Kölner Orchester-Gesellschaft die Albanische Rhapsodie. Darüber hinaus schrieb Druga zahlreiche Werke für Soloinstrumente, Kammerensembles, Orchester und Chor, sowie die Musik zu mehreren Kurz- und Dokumentarfilmen, so zu dem Film Amanet (2014). Von 2015 bis 2021 war er außerdem Künstlerischer Direktor des Staatlichen Albanischen Volksmusik-Ensembles, für das er 2016 das Bühnenstück Trimat e Jutbinës komponierte. Bis Ende 2021 wirkte er als Professor für Komposition an den Universitäten in Shkodra und Tirana. Seit 2020 lebt Druga im französischen Versailles.

Komponist

EDVARD GRIEG

„Aus Holbergs Zeit” Suite im alten Stil G-Dur op. 40 (1884)

FRÉDÉRIC CHOPIN

Klavierkonzert Nr. 1 (1830, Version für Streichorchester)

GERTI DRUGA

„Feathers of sorrow” für Streichorchester (2022, Deutsche Erstaufführung) 🏆

ALEXANDRE TANSMAN

Sieben Variationen über ein Thema von Girolamo Frescobaldi (1937)

DMITRI SCHOSTAKOWITSCH

Kammersymphonie op. 110a (1960, arr. Rudolf Barshai)

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Schweden
15. August 2022 20:00 Uhr
Hugo Ticciati

© Kaupo Kikkas

Das musikalische Wirken des britisch-schwedischen Geigers Hugo Ticciati ist von grenzenloser Neugier geprägt. Der 42-Jährige, Bruder des DSO-Chefdirigenten Robin Ticciati, schließt Literatur, Philosophie, Spiritualität und Meditation gleichermaßen ein wie Tanz und kinetisches Malen. Er spielt die klassischen Violinkonzerte, aber er stürzt sich auch mit großer Vehemenz in die zeitgenössische Musik. Ticciati hat Werke von Takemitsu, Schtschedrin, Glass und Lera Auerbach in seinem Repertoire, außerdem brachte er in letzter Zeit Konzerte von Albert Schnelzer, Sergej Jewtuschenko, Erkki-Sven Tüür und Judith Weir zur Uraufführung. Er macht leidenschaftlich gern Kammermusik, so mit der Schlagzeugerin Evelyn Glennie, den Pianisten Angela Hewitt und Olli Mustonen oder dem Posaunisten Nils Landgren. Darüber hinaus ist Hugo Ticciati Künstlerischer Leiter des O/Modernt Kammarorkester und des O/Modernt Festivals in Stockholm. In letzter Zeit wendet er sich zunehmend dem Dirigieren zu und erhielt Einladungen vom Stuttgarter Kammerorchester wie auch vom Swedish und Australian Chamber Orchestra.

www.hugoticciati.com

Violine, Musikalische Leitung

Nils Landgren

© Kai Bienert

Nils Landgren ist zweifellos einer der erfolgreichsten Jazzmusiker Europas. Schon jetzt rätseln die Fans und Beobachter des 66-jährigen Schweden, ob seine Tage vielleicht mehr als 24 Stunden lang sind. Kritiker haben ihm den Ehrentitel hardest working man in showbusiness verliehen. Wenn „Mr. Redhorn“, der Mann mit der roten Posaune, nicht mit seiner legendären Funk Unit oder anderen Projekten unter eigenem Namen tourt, ist er als Produzent und Talentscout tätig oder vermittelt sein Knowhow an Studierende. In der Bundeshauptstadt hat er sich als künstlerischer Leiter des JazzFest Berlin ausgezeichnet. Bewunderung erregt nicht zuletzt die Vielseitigkeit dieses Musikers, der schon mit sechs Jahren Schlagzeug zu spielen begann und mit 13 die Posaune für sich entdeckte: Neben knallhartem Jazz pflegt er die schwedische Folklore oder spielt bei Christmas With My Friends romantisch-eigenwillige Weihnachtslieder ein. In Kooperation mit Ärzte ohne Grenzen unterstützt Nils Landgrens Funk Unit ein Projekt zur musikalischen Förderung von Kindern und Jugendlichen in einem der größten Slums in Kenias Hauptstadt Nairobi. Nach der Leitung des erfolgreichen Klassik meets Jazz Projekts bei Young Euro Classic von 2014 bis 2019 kehrt Nils Landgren nun mit dem Ensemble O/Modernt zurück, das er 2014 selbst beim Festival eingeführt hatte.

www.nilslandgren.com

Posaune

Gwilym Simcock

© ACT, Gregor Hohenberg

Der britische Pianist Gwilym Simcock bewegt sich mühelos zwischen den Polen Klassik und Jazz, wobei er solistisch ebenso auftritt wie mit Orchestern und Chören, Big Bands und einzelnen Musiker_innen. Seine künstlerischen Einflüsse reichen von Jazzlegenden wie Keith Jarrett, Chick Corea, Jaco Pastorius und Pat Metheny bis zu „klassischen” Komponisten wie Maurice Ravel, Henri Dutilleux, Béla Bartók und Mark-Anthony Turnage. 2018/19 war Simcock Artist-in-Residence bei der NDR Big Band in Hamburg. 2001 erschien sein Soloalbum Good Days at Schloss Elmau, das hervorragende Kritiken erhielt. 2014 folgte die Veröffentlichung von zwei weiteren Alben, Instrumation mit der City of London Sinfonia und Reverie at Schloss Elmau, ein Duo mit dem Bassisten Yuri Goloubev, 2019 wiederum mit Near and Now ein neues Soloalbum. Der Pianist ist Mitglied der Gruppe The Impossible Gentlemen und tourt regelmäßig mit dem Pat Metheny’s Quartet. Außerdem unterrichtet er das Fach Jazz Piano an der Royal Academy of Music in London.

www.gwilymsimcock.com

Klavier, Arrangements

Jordi Carrasco Hjelm

© privat

Jordi Carrasco Hjelm ist ein schwedischer Kontrabassist, der sich der Kammermusik und der freien Improvisation verschrieben hat. Seit 2013 lebt er in Amsterdam. Sein Studium am dortigen Konservatorium schloss er mit einem Master in Crossover-Musik bei dem Jazzgeiger Tim Kliphuis ab. Er tritt regelmäßig als Mitglied des O/Modernt Chamber Orchestra (Stockholm) unter der Leitung von Hugo Ticciati sowie als Kammermusiker und Improvisator bei Festivals in Großbritannien, den Niederlanden, Deutschland, Schweiz, Schweden, Finnland und Lettland auf. Zusammen mit jungen Musikern aus ganz Europa ist er Gründungsmitglied des c/o chamber orchestra mit Sitz in Berlin, das Orchesterspiel mit Prinzipien der nichthierarchischen Zusammenarbeit verbindet. Jordi Carrasco Hjelm trat als Gastmusiker mit verschiedenen Ensembles wie dem Royal Concertgebouw Orkest, dem Schwedischen Kammerorchester, dem Matthew Barley Ensemble (UK), dem ortsbezogenen Improvisationskonzept Bureu Niew Perspectif (NL) und dem Streichorchester Arte Frizzante (CH) auf. 2021 wurde seine neueste Komposition für Solo-Kontrabass beim Wonderfeel Festival in Helsinki uraufgeführt.

Kontrabass

Robert İkiz

Robert İkiz ist bekannt als höchst vielseitiger Schlagzeuger, der von Jazz bis Funk und Pop bereits in allen Genres Konzert- und Aufnahmeerfahrung hat. Schon mit zwei Jahren begleitete er in der Wohnung seiner Großmutter in Istanbul Tschaikowski-Symphonien auf diversen Töpfen und Pfannen. Mit vier Jahren zog er von Istanbul nach Stockholm. İkiz studierte von 1995 bis 1998 Afroamerikanische Musik am Stockholmer Konservatorium. 1998 erhielt er ein Stipendium, um an der Los Angeles Music Academy zu studieren. In über 50 Ländern ist İkiz aufgetreten, hat unterrichtet und aufgenommen. Zusätzlich zu etlichen Preisen der Königlich Schwedischen Musikakademie wurde İkiz 2015 als „Musiker des Jahres“ für den renommiertesten schwedischen Jazzpreis „Jazzkatten“ nominiert. Seit 2002 ist er Inhaber und Geschäftsführer von Stockholm Jazz Records. Checking In (2012) war sein Debütalbum als Solokünstler. İkiz ist mit verschiedenen Bands aufgetreten, so der Nils Landgren Funk Unit, Dan Reed Band, Jacob Karlzon 3 und Petter Bergander Trio. İkiz spielt ebenfalls mit drei herausragenden Musikern Duos, nämlich Magnus Lindgren, Cenk Erdogan und Mousa Elias.

Schlagzeug 

JOSQUIN DES PRÉZ

„Ave Maria [...] Virgo serena”, arr. Johannes Marmén

MILES DAVIS

„Selim”, arr. Gwilym Simcock

IGOR STRAWINSKI

Drei Stücke für Streichquartett

JOSQUIN DES PRÉZ

„Mille regretz” Chanson für vier Stimmen, arr. Johannes Marmén

MILES DAVIS

„Recollections”, arr. Gwilym Simcock

MILES DAVIS

„Sivad”, arr. Gwilym Simcock

MILES DAVIS

„In A Silent Way”, arr. Gwilym Simcock

IGOR STRAWINSKI

„Concerto en Ré” für Streichorchester „Basler Concerto”

JOSQUIN DES PRÉZ

„Une mousse de Bisquaye” Monodie, arr. Johannes Marmén

MILES DAVIS

„Little Church”, arr. Gwilym Simcock

MILES DAVIS

„So What”, arr. Gwilym Simcock

JOSQUIN DES PRÉZ

„La plus des plus” Chanson für drei Stimmen, arr. Johannes Marmén

MILES DAVIS

„All Blues”, arr. Gwilym Simcock

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Türkei
16. August 2022 20:00 Uhr
Cem Mansur

© Kai Bienert

Die persönliche und künstlerische Biographie von Cem Mansur könnte kosmopolitischer nicht sein: Der englisch-türkische Doppelbürger kam 1957 in Istanbul, in einer multinationalen und vielsprachigen Familie zur Welt. Er studierte in London und anschließend am Los Angeles Philharmonic Institute bei Leonard Bernstein. Nach der erfolgreichen Aufführung von Edward Elgars unvollendeter Oper The Spanish Lady 1986 in London folgten Engagements bei international bedeutenden Orchestern und Opernhäusern in Europa und den USA wie auch in Israel und Südafrika. 2009 leitete Mansur die Europäische Erstaufführung von Arvo Pärts vierter Symphonie in Helsinki, 2010 die Uraufführung von dessen Komposition Veni Creator in Polen. Als Chefdirigent der Nationalen Jugendphilharmonie der Türkei dirigierte er Gastspiele bei Young Euro Classic und leitete mehrere binationale Projekte, u.a. das Young Euro Classic Festivalorchester Türkei – Deutschland und das Armenisch-Türkische Jugendorchester. 1998-2011 war er außerdem Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Akbank Chamber Orchestra.

Dirigent

Poyraz Baltacıgil

© privat

Der 28-jährige Poyraz Baltacıgil stammt aus einer Musikerfamilie und erhielt bereits mit sechs Jahren seinen ersten Cello-Unterricht. Mit elf Jahren wurde er zum Studium an die Hochschule Mimar Sinan in Istanbul zugelassen, wo er 2015 seinen Abschluss machte. Anschließend wechselte Poyraz Baltacıgil für zwei Jahre zu einem Master-Studium bei Jean-Guihen Queyras an die Musikhochschule in Freiburg. Weitere Anregungen erhielt er durch Natalia Gutman, Yo-Yo Ma, Steven Isserlis und Johannes Moser. Inzwischen ist der Cellist solistisch mit allen wichtigen Symphonieorchestern der Türkei aufgetreten; außerdem wirkt er in dem Trio Likya mit. Derzeit ist Baltacıgil Mitglied des Staatlichen Symphonieorchesters Istanbul und Stellvertretender Solocellist beim Borusan Philharmonischen Orchester.

Violoncello

Evrim Demirel

© Fethi İzan

Der türkische Komponist Evrim Demirel zählt zu den wichtigsten Vertretern der jüngeren Generation in seinem Land. Geboren 1977 in Izmir, wechselte er nach dem Studium an der Bilkent-Universität in Ankara in die Niederlande, wo er am Rotterdamer Konservatorium die Fächer Komposition, Elektronische Musik und Jazz-Klavier belegte. Später wurde Demirel Schüler von Theo Loevendie am Amsterdamer Konservatorium, wo er 2007 auch seinen Master-Abschluss machte. Charakteristisch für Demirels Kompositionen ist die Verbindung mitteleuropäischer Musiksprache mit den Idiomen seiner Heimat. Das kommt vor allem in der Verwendung von Instrumenten des östlichen Mittelmeerraums wie Kanun, Setar und Ud in seinen zahlreichen Kompositionen für Kammerensembles zum Ausdruck. Neben Solokonzerten für Klarinette, Saxofon und Jazz-Klavier finden sich in seinem Oeuvre auch die Oper Ninatta (2015) und das Orchesterwerk Fasil No.1 für türkisches Ensemble und Orchester (2010). Derzeit hat Demirel eine Professur an der Jazz-Abteilung der Staatlichen Universität Istanbul; außerdem tritt er als Jazzpianist mit seinem eigenen Ensemble auf.

www.evrimdemirel.net

Komponist

PJOTR I. TSCHAIKOWSKI

Suite Nr. 4 G-Dur op. 61 „Mozartiana” (1884)

PJOTR I. TSCHAIKOWSKI

Variationen über ein Rokoko-Thema A-Dur op. 33 (1876-1877)

GABRIEL FAURÉ

„Masques et Bergamasques” Suite für Orchester op. 112 (1868-1918)

EVRIM DEMIREL

„Ottoman Miniatures II” (Uraufführung) 🏆

ROBERT SCHUMANN

Ouvertüre, Scherzo und Finale E-Dur op. 52 (1841)

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International / Polen
17. August 2022 20:00 Uhr
Ayyub Guliyev

© Adil Yusifov

Der aserbaidschanische Dirigent Ayyub Guliyev begann mit 15 Jahren seine Ausbildung an der Musikakademie Baku; später wechselte er zum Studium nach St. Petersburg und anschließend für drei Jahre nach Wien und Prag. 2006 gewann er den Orchesterpreis beim Lutosławski-Wettbewerb in Polen; es folgten Auszeichnungen in Athen, Parma und beim „Debüt in der Laeisz-Halle“-Wettbewerb in Hamburg. 2011 dirigierte Guliyev zum ersten Mal an der Staatlichen Oper Aserbaidschan, zu deren Künstlerischem Direktor er 2018 ernannt wurde. Seitdem hat er dort ein breites Repertoire dirigiert, das von Mozart über Tschaikowski und Verdi bis zu aserbaidschanischen Komponisten wie Kara Karabayev und Uzeyir Hajibeyli reicht. Auch als Orchesterdirigent wurde der 38-Jährige zu namhaften Ensembles in Großbritannien, Frankreich, Österreich, Polen, Russland und der Ukraine sowie nach Kirgistan und Kasachstan eingeladen. Aus Anlass des 100. Geburtstags des aserbaidschanischen Komponist Fikret Amirov dirigierte Guliyev im Januar dieses Jahres mehrere Aufführungen von dessen Ballett Arabische Nächte am Marinskij-Theater in St. Petersburg.

Dirigent

Marcin Zdunik

© privat

Der 34-jährige polnische Cellist Marcin Zdunik hat sich in den letzten Jahren europaweit einen Namen als Solist und Kammermusiker mit breitem Repertoire von der Renaissance bis zur Moderne gemacht. So wurde er zu renommierten Festivals wie den BBC Proms in London, dem Kammermusikfestival in Kronberg/Taunus und dem Progetto Martha Argerich in Lugano eingeladen. Gleichzeitig tritt er als Improvisator und Komponist mit eigenen Arrangements auf. Seine Ausbildung erhielt Zdunik bei Andrzej Bauer an der Chopin-Akademie Warschau und bei Julius Berger in Augsburg. 2007 gewann er den 1. Preis beim Internationalen Lutosławski-Wettbewerb für Violoncello in Warschau. Außerdem erhielt er einen Sonderpreis für die beste Interpretation von dessen Violoncellokonzert, das er auch in Berlin interpretiert. Die Vielzahl seiner CD-Produktionen zeigt die Spannweite von Zduniks künstlerischem Interesse: Sie reicht von Cellokonzerten Haydns und Denissovs über Schumanns sämtliche Cellokompositionen und Weinbergs Fantasie für Violoncello und Orchester bis zu der CD „Bach Stories“ mit Werken des Komponisten und eigenen Arrangements.

www.marcinzdunik.pl

Violoncello

MIECZYSŁAW KARŁOWICZ

„Bianca da molena” op. 6 (1900)

WITOLD LUTOSŁAWSKI

Violoncello-Konzert (1970)

BÉLA BARTÓK

Konzert für Orchester Sz. 116 (1943-44)

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Österreich
18. August 2022 20:00 Uhr
Tomáš Hanus

© Betina Skovbro

Der tschechische Dirigent Tomáš Hanus, 1970 in Brno geboren, gab 2001 sein Debüt am Nationaltheater Prag mit Smetanas Oper Die Teufelswand. 2005 leitete er die Wiederaufnahme von Katja Kabanova an der Finnischen Nationaloper, ab 2007 war er für zwei Spielzeiten Musikalischer Direktor des Nationaltheaters Brünn. Seitdem führten ihn Gastengagements u.a. an die Opernhäuser von Paris, Basel, Dresden, Berlin und Lyon. Dabei machte sich Hanus vor allem einen Namen als Dirigent von Janácek-Opern wie Jenufa, Die Sache Makropoulos und Aus einem Totenhaus. Zudem dirigierte er Konzerte mit Orchestern wie dem Bayerischen Staatsorchester, dem Ensemble intercontemporain, dem Orchester des Teatro Real in Madrid, der Camerata Salzburg und dem BBC Symphony Orchestra. Seit der Spielzeit 2016/2017 ist Hanus Music Director der Welsh National Opera, wo er zuletzt Neuproduktionen von Rossinis Barbiere di Siviglia, Bizets Carmen, Strauss Der Rosenkavalier und Mussorgskys Chowanschtschina leitete.

Dirigent

Robert Amadeo Sanders

© Phoebe Kuan

Der US-amerikanische Geiger Robert Amadeo Sanders erhielt seinen ersten Unterricht im Alter von fünf Jahren von seinen Eltern. Später studierte er am Music Institute of Chicago und an der Eastman School of Music in Rochester, NY. Während des Studiums wirkte er als Konzertmeister bei der Eastman Philharmonia und war Mitglied des Asha String Quartetts. Sanders absolvierte Meisterkurse u.a. bei Augustin Hadelich, Sarah Chang sowie Shmuel Ashkenasi und trat kammermusikalisch mit verschiedenen Streichquartetten auf. Im Sommer 2021 war er Stipendiat beim Aspen Music Festival. Derzeit ist der Geiger Akademist bei den Wiener Philharmonikern.

Violine

Benedikt Sinko

© privat

1997 in Wien geboren, begann Benedikt Sinko seinen Violoncellounterricht im Alter von fünf Jahren. Bereits 2013 wechselte er zu Reinhard Latzko an die Universität für Musik und darstellende Kunst. Seit 2018 studiert er in München bei Julian Steckel. Weitere wichtige künstlerische Impulse erhielt Sinko durch die Teilnahme an Meisterkursen, so bei Clemens Hagen, David Geringas und Robert Nagy. Der Cellist war Preisträger beim Internationalen Wettbewerb Violoncello in Liezen 2012 wie auch beim Internationalen David Popper Wettbewerb 2013. Orchestererfahrungen konnte er als Substitut im Orchester der Wiener Staatsoper sammeln.

Violoncello

Katharina Kratochwil

© Hannah Friedl

Die 24-jährige österreichische Oboistin Katharina Kratochwil erhielt ihren ersten Unterricht im Alter von 7 Jahren an der Musikschule Tulln an der Donau (Niederösterreich). Seit 2013 studiert sie an der Musik und Kunst Privatuniversität Wien. Katharina Kratochwil gewann mehrere erste Preise beim nationalen Wettbewerb „Prima la Musica“ sowie beim Nachwuchswettbewerb für Wiener Oboe. Sie konnte Orchestererfahrung als Substitutin sammeln, u.a. beim ORF Radio-Symphonieorchester Wien, bei den Wiener Symphonikern und beim Bühnenorchester der Wiener Staatsoper. Derzeit ist sie Akademistin der Wiener Philharmoniker.

Oboe

Traian-Petroniu Sturza

© Constantin Barcov

Der 25-jährige Traian Sturza begann im Alter von 10 Jahren mit dem Fagottspiel in Iaşi, Rumänien. Später absolvierte er seinen Bachelor an der Schwob School of Music in Columbus, Georgia. Außerdem nahm an zahlreichen Musikfestivals teil, u.a. am Britten-Pears Young Artist Programme, dem Pacific Music Festival und Schleswig-Holstein Musik Festival. Eine Saison arbeitete Sturza als stellvertretender Solo-Fagottist an der Oper von Malmö in Schweden. Als Solist spielte er mit der Moldova Philharmonie aus Iaşi, der Lagrange Symphony und dem Brevard Music Festival Orchestra. Zurzeit bestreitet der Fagottist sein Masterstudium bei Dag Jensen an der Hochschule für Musik und Theater München. Zugleich ist er Akademist der Wiener Philharmoniker.

Fagott

ZOLTÁN KODÁLY

„Tänze aus Galánta” (1930)

JOSEPH HAYDN

Sinfonia concertante B-Dur op. 84 Hob.I:105 (1792)

ANTONÍN DVOŘÁK

Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88 (1889)

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Uruguay
19. August 2022 20:00 Uhr
Ariel Britos

© privat

Der 1969 in Montevideo geborene Ariel Britos ist Gründer und Leiter des Jugendsymphonieorchesters von Uruguay, des Orquesta Nacional Juvenil de Uruguay-Sodre. Er studierte zuerst Klavier, später auch Viola in seiner Heimat, in Mexiko und Brasilien. 1996 ging Britos nach Venezuela, wo er intensiv im „Sistema“, dem von José Antonio Abreu begründeten Netzwerk von Kinder- und Jugendorchestern, mitwirkte. Nach seiner Rückkehr nach Uruguay rief der Musiker dort unter dem Motto „Un niño, un instrumento“ (Ein Kind, ein Instrument) ein ähnliches Projekt ins Leben. Seitdem widmet sich Britos intensiv dem weiteren Ausbau von Jugendorchestern in Ländern Mittel- und Südamerikas; so arbeitete er mit Orchestern in Panama, Costa Rica, Argentinien, Chile, El Salvador, Nicaragua, Mexico und Brasilien zusammen. 2005 koordinierte er das von Claudio Abbado dirigierte „Orquesta Juvenil Latinoamericana“. Für seine künstlerisch-soziale Arbeit wurde der Dirigent vielfach ausgezeichnet, so als „UNESCO-Künstler für den Frieden“.

Dirigent

Sergio Cervetti

© privat

Er hat einen italienischen Vater und eine französische Mutter, wurde 1940 in Uruguay geboren und ging 1962 zum Studium in die USA: Sergio Cervetti hat vielerlei Einflüsse in sich aufgenommen. Starke Anregungen erhielt er darüber hinaus durch sein Studium bei Ernst Krenek am Peabody Conservatory in Baltimore. 1969 führte ihn ein einjähriges DAAD-Stipendium nach West-Berlin. Cervettis Werkkatalog ist breit gefächert und reicht von Orchesterwerken über Kammermusik und Liederzyklen bis zu Solokompositionen für Gitarre. 1991 schrieb er für das Alicante Festival zum 500. Jahrestag der Entdeckung Amerikas das Cembalokonzert Las Indias Olvidadas. 2007 wurde seine Oper The Elegy Prince in New York City uraufgeführt. In seinem Kompositionsstil verbindet Cervetti europäische Traditionen mit Einflüssen lateinamerikanischer Musik und Elementen der Minimal Music. Dabei verweist der Komponist immer wieder auf den starken Einfluss von Malerei, Tanz und sozio-politischen Themen auf seine Werke.

www.sergiocervetti.com

Komponist

SERGIO CERVETTI

„The Road to Bremen“ (Uraufführung) 🏆

LEONARD BERNSTEIN

Symphonische Tänze aus „West Side Story“ (1960)

HÉCTOR TOSAR

Toccata (1940)

JOSÉ PABLO MONCAYO

„Huapango“ (1941)

ALBERTO GINASTERA

Suite „Estancia“ (1943)

CARLOS GARDEL

„A Tribute to Gardel“ – Tangos von Carlos Gardel

ASTOR PIAZZOLLA

„Libertango“ (1974)

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Deutschland
20. August 2022 20:00 Uhr
Michael Gibbs

© Stefan Haberland

Mit Michael Gibbs steht eine lebende Legende am Pult des Bundesjazzorchesters. 1937 im damaligen Salisbury in Südrhodesien (heute Harare, Hauptstadt von Simbabwe) geboren, zählt der 84-Jährige zu der Handvoll Bigband-Komponisten und -Arrangeure, deren Stimme im Jazz als unverwechselbar wahrgenommen wird: Er hat ebenso für Pat Metheny und John Scofield geschrieben wie für Uriah Heep, Whitney Houston und Peter Gabriel. Er arrangierte Werke von Charles Ives für Jazzorchester, der neben Olivier Messiaen und Gil Evans zu seinen größten Inspirationen zählt. Außerdem komponierte Gibbs Musik für fast ein Dutzend Filme, von Madame Sin mit Bette Davis und Being Human mit Robin Williams bis hin zu Hard Boiled (Regie: John Woo) und Housekeeping (Regie: Bill Forsyth). Seine bekannteste Komposition ist wahrscheinlich Sweet Rain, ein Jazzstandard, der von zahlreichen Jazzgrößen eingespielt wurde, darunter Stan Getz, Stephane Grappelli und Gary Burton.

Künstlerische Leitung

Das gibt es nur bei Young Euro Classic:

Er hat ebenso für Pat Metheny und John Scofield geschrieben wie für Uriah Heep, Whitney Houston und Peter Gabriel. Im Sommer 2022 erweitert Michael Gibbs in Zusammenarbeit mit dem Bundesjazzorchester seine Arbeit am Billie-Holiday-Songbook.

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International / Niederlande
21. August 2022 20:00 Uhr
Alexander Shelley

© Rémi Thériault

Der 42-jährige Alexander Shelley ist dem Publikum von Young Euro Classic seit seinem Auftritt mit dem Bundesjugendorchester in bester Erinnerung. Seine Dirigierlaufbahn begann der gebürtige Brite und studierte Cellist 2005 mit dem Gewinn des renommierten Dirigierwettbewerbs in Leeds. Seitdem hat er viele Orchester in Europa, Nordamerika, Asien und Australien dirigiert; seit 2015 leitet er das National Arts Centre Orchestra in der kanadischen Hauptstadt Ottawa. Einen besonderen Namen machte er sich als Chefdirigent der Nürnberger Symphoniker (2009-17), wo er mit seinen Klassik Open Air-Konzerten mehr als eine halbe Million Zuhörer begeisterte. Ein besonderes Anliegen ist Shelley die Vermittlung klassischer Musik mittels Interviews und Podcasts; bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen betreut er außerdem das Projekt „Zukunftslabor“. In der Zusammenarbeit mit dem Bundesjugendorchester sticht die gemeinsame Tournee 2016 mit Campino von den „Toten Hosen“ heraus. Ebenfalls mit dem Bundesjugendorchester nahm er die CD „Gipfeltreffen“ mit Werken von Haydn, Dukas, B. A. Zimmermann und Bernstein auf.

www.alexandershelley.com

Dirigent

Coraline Groen

© Theo Kwant

Die junge niederländische Geigerin Coraline Groen, Jahrgang 1996, ist in diesem Jahr Artist in Residence beim NJO Musiksommer-Festival. Ihr Bachelor-Studium absolvierte sie am Konservatorium in Den Haag, bevor sie zu weiteren Studien an das Royal College of Music in London ging. Ihren Master-Studiengang schloss Coraline Groen wiederum in Den Haag ab; dabei erhielt sie Bestnoten für „ihre Vielseitigkeit, Kreativität und musikalische wie inspirierende Persönlichkeit.“ Seit dem 1. Februar 2020 ist die Geigerin Mitglied des Königlichen Concertgebouw Orchesters Amsterdam; am selben Tag gewann sie den niederländische Oskar-Back-Violinwettbewerb, zusammen mit dem Publikumspreis. Coraline Groen bildet außerdem ein Duo mit dem Bajanspieler Robbrecht Van Cauwenberghe und tritt in Recitals mit dem Pianisten Rik Kuppen auf.

Violine

Laetitia Gerards

© Jozef Gerards

Die junge niederländische Sopranistin Laetitia Gerards ist bereits mit allen namhaften Orchestern ihres Landes aufgetreten, so dem Königlichen Concertgebouw Orchester, dem Residentie Orkest und dem Orchestra of the 18th Century. Außerdem wurde sie mit dem Concertgebouw Young Talent Award und dem Ersten Preis beim Prinzessin-Christina-Gesangswettbewerb ausgezeichnet. Laetitia Gerards zeigt eine besondere Affinität zum amerikanischen Repertoire von Komponisten wie Kurt Weill, George Gershwin und Leonard Bernstein, in dessen Musical A Wonderful Town sie die Eileen sang. Außerdem trat sie als Musetta in Puccinis La Bohème und Marzelline in Beethovens Fidelio auf; in dieser Saison feiert sie ihr Debüt als Marenka in Smetanas Verkaufter Braut bei der Niederländischen Reiseoper. Regelmäßig ist die Sopranistin zu Gast im niederländischen Fernsehen, so in der Reality-Serie „Wie is de mol?“ (Wer ist der Maulwurf?). 2021 wirkte sie auch an Live-Übertragungen zum Nationalen Tag der Erinnerung teil.

Sopran

RICHARD STRAUSS

„Don Juan“ op. 20 (1887-1888)

BENJAMIN BRITTEN

Violinkonzert d-Moll op. 15 (1939)

GUSTAV MAHLER

Symphonie Nr. 4 G-Dur (1899-1901)

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